Die (un)gelöste Löwinnenmetapher

Während meiner unzähligen Großkatzenträume gab es ein unglaublich starkes Symbol, das mich immer wieder heimgesucht hatte, dessen Bedeutung sich mir aber nicht und nicht und nicht offenbaren wollte.

In den meisten dieser Träume tauchte irgendwann eine Löwin auf, an der ich im Laufe des Traums irgendwann vorbei musste. Alle anderen Personen in meinen Träumen konnten sich ohne Gefahr in der Nähe dieser Löwin aufhalten, aber ich hatte Angst und wusste gleichzeitig, dass es die Angst war, die die Löwin dazu bringen würde, mich anzugreifen. Wenn sie meine Angst spürte, würde sie gefährlich werden, aber ich konnte meine Angst auch gleichzeitig nicht loslassen. Und ich verstand nichts davon.

In jedem Traum beobachtete ich andere Menschen, manchmal fremde, oft Personen die ich kannte, wie sie sich am selben Gelände mit der Löwin aufhielten. Aber wenn sie näherkam, wenn sie mich erblickte, dann spüre ich noch heute, wie im Traum meine Atmung flach und mein Puls schnell wurde, meine Hände schwitzten und alles andere in meinem Körper passierte, das extrem starke Angst auslöst.

Ich habe immer gewusst, dass die Löwin ein Symbol für meine Mutter darstellte. Und auf einmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen, denn viel offensichtlicher hätte der Traum gar nicht sein können.

Wenn du mich lässt, werde ich dich vernichten.

3 Antworten zu „Die (un)gelöste Löwinnenmetapher”.

  1. Avatar von connyx

    Wie oft manches plötzlich Sinn macht und kein „unseen“ mehr möglich ist…..

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  2. Avatar von gerlintpetrazamonesh

    Zunächst blieb ich an der Überschrift weiter oben, den atemberaubenden Augenblicken, hängen. Und vor allem an der sinnigen Trennung: Atemberausch – nun, darunter kann man sich schon was vorstellen, ohne deshalb gleich Lachgas, puren Sauerstoff oder andere besondere Gase einatmen zu müssen. Ende. Und dann, sozusagen als Auflösung, den Zusammenhang wieder herstellend: Augenblicke. Ein gewisses Aufatmen folgt, denn das Ende war doch zu krass und veranlaßte das Anhalten des Atems.
    Dann hier dieses kräftige, ja drastische Bild einer Bedrohung.
    Mit dem, nebenbei sehr beängstigenden und noch traurigeren Bild der Löwin als einer Mutter, die droht, ihr Kind zu vernichten, kann ich mich nicht anfreunden (ist ja auch nicht mein Bild. Ich war in meinen Tier-Träumen meist eine einsame Katze, fleckig, irgendwo auf einem Dschungelbaum und viel kleiner, wenn auch keineswegs zutraulicher als so ein Löwe. Und dann werden die Jungen ja meist von hinzhukommenden Katern getötet, was freilich die Löwinnen zulassen (müssen).)
    Jedenfalls aber wäre die Vorstellung einer solchen Mutterfigur grausig. Es ist nicht so, dass ich keine etwas ähnliche Angstfigur gehabt hätte (es war so ein seltsames Mischwesen aus Hexe und Geistererscheinung, nicht recht wesenhaft, also auch nicht zu greifen, aber mächtig… Und, wer weiß, hatte auch einen klar weiblichen Aspekt, war jedoch nie identisch mit einer, meiner Mutter.).
    Jedenfalls waren mir Großkatzen nie in diesem Sinne unheimlich, wenn ich auch klar davon abrate, sie als Streicheltiere zu betrachten. Aber es ist eben eher Respekt als Furcht, was ich angesichts dieser schönen Fleischfresser empfinde.

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