Sophie und die Geschichte vom Tiger

Ich traf mein Schutzwesen zum ersten Mal in einem Traum. In einem Traum, in dem ich träumte, von ihm zerfleischt zu werden (ja, ich träumte zu träumen). Ich sah seine Rohheit, seine Brutalität und die Grausamkeit, zu der es fähig war. Doch ich begriff irgendwann, dass das nicht sein wahres Wesen zeigte, sondern dass es…

Brief an die kleine Sophie: Du bist anders

Liebe kleine Sophie, du hast oft das Gefühl, dass du anders bist als andere. Dass dein Leben irgendwie anders funktioniert als das von anderen, andere Regeln gelten, du andere Dinge fühlst. Du verstehst das nicht und auch andere können das nicht verstehen. Du bist ja ein Einzelkind und es ist immer genug Geld da. Trotzdem…

Befindlichkeitsfixiert: Auf der Suche nach der Essenz meiner Persönlichkeit

Die Frage nach dem innersten Kerns des eigenen Seins ist wohl eine Frage, der die meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben begegnen. Sich zu fragen „Wer bin ich eigentlich?“ ist weder ungewöhnlich noch traumaspezifisch. Die Antwort darauf zu finden ist – in meinen Augen – eh eine Lebensaufgabe. Ich habe immer geglaubt, ein recht reflektiertes…

Zyankalitage (3): Farben hinter Gittern

So viel kaputt / Aber so vieles nicht / Jede der Scherben / Spiegelt das Licht. Wir sind Helden So viel habe ich mir vorgenommen für dieses Jahr 2022. Im letzten Text schrieb ich am Ende vom nietzeianischen Verlorengehen in der Wüste und dort irre ich noch immer umher. Wie in Super Mario Land 2,…

Zyankalitage (2): Das Gift von allen Seiten

Auf Befehl schreiben, das funktioniert in etwa so gut wie auf Befehl pinkeln. Also versuche ich die letzten Stunden meines verbleibenden „Urlaubs“ (den man dieses Jahr wirklich kaum so nennen kann) meine kreative Blase zu füllen, um doch zumindest ein paar Worttropfen aus mir herausplätschern zu lassen. Großmächtig motiviert schrieb ich Ende letzten Jahres über…

Mutmoment (7) – Wo ist der Mut geblieben?

Ich war also bisher mäßig konsequent mit meinem Vorsatz, mir jeden Sonntag Zeit zum Schreiben zu nehmen. Mehr als die Hälfte der Sonntage des bisherigen Jahres habe ich erfolgreich verpasst. Mein innerer Monk schnappatmet, aber ich habe meine Rechtfertigungen, die ich ihm mantraartig immer wieder erzähle. Erst war ich krank – laut Tests negativ, dennoch…

Mutmoment (5): Gestatten? Narzisstenkind.

Wikipedia schreibt: Narzisstische Eltern missachten häufig persönliche Grenzen und wenden emotionale Gewalt an, um das Kind so zu manipulieren, dass es den elterlichen Erwartungen entspricht. Sie sind meist unflexibel und es fehlt ihnen die notwendige Empathie für die Erziehung von Kindern. So weit, so theoretisch. Praktisch heißt das für mich – so habe ich es…

Mutmoment: Identität

Jeden Sonntag möchte ich mir die Zeit nehmen für einen kleinen Beitrag. Etwas festhalten, rekapitulieren, reflektieren, das mir in dieser Woche wichtig war. Etwas, das für mich Mut erforderte. Mut war vor einer Weile nicht grundlos mein Wort des Jahres, weil es der Angst entgegensteht, die viel zu lange der Motor meines Lebens war. Angst…

Ich habe „nein“ gesagt.

Fazit über mein Jahr 2021 mit meinem Wort des Jahres „nein“. Von Neujahrsvorsätzen halte ich wenig. Von persönlicher Entwicklung und Wachstum halte ich viel. So hat es sich in den letzten Jahren für mich etabliert, einen Begriff in den Mittelpunkt meines Jahres zu stellen. Den nehme ich immer mit, spüre das entsprechende Wort in allen…