Lyrische Prosa: Sich die Seele aus dem Leib schreiben

Oft ist es irgendwie seltsam taub zwischen meinen Ohren. Da ist dann nur ein Grundrauschen, ein stetiger Lärmpegel, der das Nervenkostüm reizt, aber keine Worte, die sich zu Sätzen ketten und auffädeln lassen, um aus dem Hintergrundrauschen Sinn zu extrahieren. Und dann lichtet sich das kaugummigraue, klebrige Dickicht der chaotisch durch die Synapsen rauschenden Buchstaben…

Zyankalitage (4): Lost in Translation

Irgendwo zwischen der romantischen Welt des (Kommentar-)Tauschhandels im Web 2.0, wo Content Creators und Content Consumers noch dieselbe Truppe nerdiger Personen waren und der heutigen Situation der maximal kapitalistischen „sozialen“ Netzwerke als Dauerwerbesendung straight from Brave New World, manipulativ getarnt durch erhobene Daumen und fliegende Herzen, ging für mich das Internet kaputt. Ein bisschen ging…