Alle Jahre wieder heißt es bei mir nun schon seit einer Reihe aufeinanderfolgender Jahre: Zeit für die Fotoparade von Michael! Es gibt wieder 6 Kategorien für die man seine Bilder auswählen kann. Los geht’s!
Architektur

Das frühe Jahr 2024 beschenkte uns wieder mit einer Wetterlage mit Tieftemperaturen, die dazu führte, dass der Neusiedlersee (oder das „Meer der Wiener“) zufror. Wenn dieses Ereignis an einen sonnigen Wochenendtag fällt, heißt das für mich natürlich: Kamera einpacken und dem Steppensturm trotzen.

Im Juni unternahmen wir einen recht intensiven Roadtrip nach Wiesbaden und stoppten dafür bei der Hinfahrt im schönen Regensburg. Dort wollte ich mir einen Lieblingsort für mich zurückerobern: das Hotel Orphée. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass kurzfristig für uns noch ein zauberhaftes Zimmer frei war, in dem sogar unsere vierbeinige Begleitung willkommen war.



Die letzten drei Bilder stammen von meinem liebsten Wiener Lieblingsort: Schönbrunn. Die ersten beiden von unserem Herbstspaziergang als der Wein rot glühte und das letzte bei der Weihnachtsmarkteröffnung. Das Schloss ist im Großen wie im Kleinen, in der Totale und in den Details ein einziges architektonisches Meisterwerk und versteckt so viele zauberhafte Perspektiven, dass man immer wieder neue Blickwinkel entdeckt, egal wie oft man am Gelände schon auf den Auslöser gedrückt hat.
Stadt

Die Urania Sternwarte ist eines der Ringstraßengebäude, das ich besonders hübsch finde und schon unzählige Male fotografiert habe (wenn gleich vermutlich keines so oft wie – abgesehen von Schönbrunn – die Votivkirche). Besonders mag ich den Blick über den Donaukanal mit den spiegelnden Lichtern zum Sonnenuntergang wenn der Steffl im Hintergrund hervorlugt.

Ein ewiger Wiener Klassiker und vielleicht mein erstes Wiener Lieblingsgebäude. Das neogotische Rathaus, ebenfalls am Ring. Der riesige Rathausplatz wird das ganze Jahr über für diverse Veranstaltung genutzt und meistens wuseln hunderte Menschen darüber. Hier war gerade der Circus Roncalli zu Gast.

Ganz große Liebe für diese Wiener Ecken wo man nie so genau weiß ob man gerade in Paris, Wien oder Budapest unterwegs ist.

…und zu guter Letzt nach all dem klassischen Wien ein bisschen eine modernere Stadtperspektive gesehen von der Reichsbrücke Richtung 2. Bezirk mit idyllisch gemalten Wolken. Die Fahrt über die Reichsbrücke hat immer etwas Magisches, wenn sich auf der weiten Fläche auf einmal vor einem die Stadt auftut und man von irgendwoher grade wieder nachhause kommt, dorthin, wo das Wiener Herz begraben liegt.
Bergwelt

Erst dachte ich tatsächlich, ich hätte zu Bergwelt heuer nichts beizutragen weil ich gar nicht mehr am Schirm hatte, wie viel von Felsen, Panoramen und Landschaften mir doch über den Weg gelaufen waren. Das erste Bild, das ich ausgewählt habe, finde ich von der Stimmung fantastisch weil ich es noch nie geschafft habe, Wetter/Regen so einzufangen. Ich gebe zu, dass es mich zum Zeitpunkt der Aufnahme leicht nervös gemacht hat weil wir nicht so ganz abschätzen konnten, wie viel auf uns zukommen würde – aber letztlich hatten wir es mit ein bisschen Donnergrollen und ein paar nassen Spritzern unbeschadet bis zum Auto geschafft (ich habe am Berg auch schon anderes erlebt – daher: Vorsicht ist besser als Nachsicht).

Ein Spontanabstecher während unseres Kroatienurlaubs zu meinem vielleicht liebsten europäischen Natur-Ort: zu den Plitvicer Seen. Dieser Blick hat mich schon vor 7 Jahren beeindruckt und hat auch zum zweiten Mal nicht enttäuscht. Erschrocken sind wir nur bei den Eintrittspreisen von über 80€ pro Person. Aber „wenn man schon mal da ist…“ und wir hoffen zumindest, dass die Gelder dem Erhalt dieses Paradieses zugute kommen.



Die drei Bilder oben stammen ebenfalls von unserer Kroatienreise und sind auf der Insel Pag entstanden. Pag ist eine überraschend karge Insel mit sehr viel nacktem Stein auf den das karibisch türkise Meer trifft.

Spiegelungen gehört mein Herz #sorrynotsorry. Hier ein Bild aus dem Pürgschachen Moor über den Libellenteich in Richtung Nationalpark Gesäuse.

Tags darauf hat es uns vom Hochmoor in eine Klamm verschlagen und wir erkundeten das Mendlingtal. Man mag darüber streiten ob das Bild zur Bergwelt passt, aber mir waren genug Felsen drauf zu sehen, die links und rechts ein schönes Stück in den Himmel ragten.
Oben

Das erste oben habe ich von unserem Pfingsttrip in die Niederlande mitgebracht. Nachdem es unser recht straffes Programm zuließ konnten wir nach unserem Theaterabend immerhin noch einen Nachmittag am Strand in Domburg verbringen und dort die ersten frühsommerlichen Sonnenstrahlen tanken mit Bitterballen und Pommes.

Oben im Flugzeug – always #teamwindowseat.

Von oben wurde auch dieses Bild aufgenommen – die mittlerweile recht bekannte „Herzerlstraße“ am südlichsten Zipfel der südsteirischen Weinstraße, grade über die slowenische Grenze. Das Foto habe ich am allerletzten Sommertag gemacht bevor der Osten Österreichs im Jahrhunderhochwasser versank.
Schwarzweiß

Alle Jahre wieder und bei jeder Gelegenheit jage ich sie, die Schneeflocken und bisher war ich noch nie so erfolgreich wie ich es mir gewünscht hätte – aber mit dieser Ausbeute war ich schon ganz glücklich.

Und noch einmal Schönbrunn, der Blick auf die Gloriette. Das Bild hätte sowohl zu oben als auch zu Architektur gepasst, aber schwarzweiß war dann irgendwie das vordergründigste Merkmal davon.

Und dann darf natürlich auch der magische Moment nicht fehlen, als die Sonne so unerwartet vor meinen Augen durch den Nebel gebrochen war und die schönste Lichtstimmung erzeugte, die ich seit sehr, sehr langer Zeit gesehen hatte.
Überraschung

In dieser Kategorie hätten so viele Bilder Platz finden können aber ich habe mir zumindest Mühe gegeben mich auf die für mich wichtigsten zu beschränken. Nicht fehlen darf ein weiteres vom zugefrorenen Neusiedlersee, das quasi nur aus Licht und Schatten besteht.

Das zweite Bild dieser Kategorie ist eines (aus einer Sammlung), auf das ich seit fast 18 Jahren warte. So lange ist es her, als ich das letzte Mal ein perfekt mit Wasser konturiertes Spinnennetz gesehen habe. Damals besaß ich noch ein Sony Ericsson Handy mit einer 2 MP Kamera und machte ein unscharfes, schlechtes Bild von einem Motiv, das ich seither wieder und wieder gesucht habe.

Dieses Bild entstand am nächsten Tag, nur ein paar Meter weiter. Das Schloss Kassegg war viele Jahre eine Jugendherberge gewesen und hatte auch ein Schwimmbad. Wir hatten uns eine Weile gefragt, was damit passiert war – bis ich beim Morgengassi zufällig drüber gestolpert bin.


Schönbrunn darf auch in dieser Kategorie nicht fehlen. Wenn man das Gefühl hat, dass man alles in seiner Stadt schon fotografiert hat, wird es Zeit zu experimentieren. Daran habe ich wieder viel Lust gefunden und so entstanden die letzten beiden Bilder an den beiden Spaziergängen über das Schlossgelände im Spiel mit Unschärfe und Bewegung.
Es hat wieder ausgesprochen viel Spaß gemacht mich durch die Bilder zu wühlen und passende für die Kategorien zu finden und selbst wenn man denkt, dass man eigentlich in diesem Jahr kaum Bilder gemacht hat die es wert sind, erinnert zu werden, finden sich dann doch so viele, die retrospektiv wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Danke dafür Michael.
Habt noch eine schöne Weihnachtszeit, wir lesen uns.
Eure Sophie.



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