Triggerwarnung: sexuelle Gewalt.
Ich schrieb zuletzt einen Text, der letztlich nur ein Steinchen im Puzzle des großen Ganzen ist. Ein Steinchen der Relationen nämlich, die in meinem Leben arg verschoben waren und in Teilen sicherlich immer noch sind, vielleicht auch immer sein werden.



Ich erinnere mich vor allem an diese Szene, an das Wanken und das Stummsein, an das Bedürfnis Stopp zu schreien, ihn wegzustoßen und doch keinen Laut formen zu können geschweige denn die Kraft und Energie für eine Bewegung aufzubringen. An die Einsamkeit in seiner Ignoranz und Gleichgültigkeit meiner Verzweiflung gegenüber, an meine Resignation mich nicht verständlich machen zu können oder meine Grenzen durchzusetzen. Das war schon echt Scheiße. Aber es war am Ende des Tages auch nicht wirklich mehr als das: eines von vielen grenzüberschreitenden Erlebnissen – und davon weit nicht das schlimmste. Und das ist es, an dem ich immer wieder hängen bleibe und über das ich erstaunt und erschüttert stolpere und über das ich nach wie vor nicht und nicht wirklich weg komme.



Und dann stehe ich oder ich sitze oder gehe, denn diese Momente kommen uneingeladen, unaufgefordert und unaufgerufen irgendwann und irgendwo, mittendrin und zwischendurch. Sie füllen mich an mit Fassungslosigkeit und fordern mich auf zum Innehalten und hinschauen. Ja, das war mein Leben. Mein Leben war das, wo jede Situation, die sich nicht tatsächlich lebensbedrohlich angefühlt hat, „eh nur halb so wild“ war. Doch gleichzeitig war es meine Normalität, mein Alltag, mein Zuhause, meine Familie, mein Bezugsrahmen.



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